Warum es keine einfache Antwort gibt
"Was kostet ein Auto?" – niemand würde diese Frage mit einer Zahl beantworten. Ein Kleinwagen kostet anders als ein SUV, Neuwagen anders als Gebrauchtwagen. Bei Websites ist es genauso.
Eine einfache Landingpage kostet anders als ein umfangreicher Unternehmensauftritt. Eine Website mit Shop anders als eine ohne. Design von der Stange anders als individuelles Design.
Trotzdem sollst du nicht im Dunkeln tappen. Hier sind die Faktoren, die den Preis einer Website bestimmen – transparent erklärt.
Faktor 1: Umfang und Seitenanzahl
Der offensichtlichste Faktor: Wie viele Seiten hat die Website? Eine One-Pager mit allem auf einer Seite ist schneller erstellt als eine Website mit 20 Unterseiten.
**Landingpage (1 Seite)**: Ab 600 Euro. Ideal für spezielle Kampagnen, einzelne Produkte oder als Visitenkarte.
**Kleine Website (5-7 Seiten)**: 1.500-2.500 Euro. Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, vielleicht Referenzen.
**Mittlere Website (10-15 Seiten)**: 2.500-4.000 Euro. Mehrere Leistungsseiten, Blog-Bereich, umfangreiche Inhalte.
**Große Website (20+ Seiten)**: Ab 4.000 Euro. Komplexe Strukturen, viele Inhalte, eventuell mehrere Zielgruppen.
Dabei zählt nicht nur die Seitenanzahl, sondern auch die Komplexität jeder Seite. Eine simple Kontaktseite ist schneller erstellt als eine interaktive Leistungsübersicht.
Faktor 2: Design – Template oder individuell?
Die Design-Frage hat großen Einfluss auf den Preis:
**Template-basiert**: Ein vorgefertigtes Design wird angepasst. Farben, Logo, Inhalte werden eingesetzt, die Grundstruktur bleibt. Günstig und schnell, aber weniger individuell.
**Semi-individuell**: Ausgehend von einem Template wird stärker angepasst. Neue Abschnitte, andere Layouts, mehr Gestaltungsfreiheit. Mittlerer Aufwand.
**Komplett individuell**: Alles wird von Grund auf gestaltet. Einzigartig, perfekt passend, aber zeitaufwändig und entsprechend teurer.
Für viele kleine Unternehmen in Bocholt ist der semi-individuelle Ansatz der beste Kompromiss: Eigene Identität, aber ohne explodierende Kosten.
Mehr zu unseren Design-Ansätzen: Webdesign Bocholt.
Faktor 3: Funktionen und Features
Je mehr eine Website können muss, desto aufwändiger wird sie:
**Standard-Features** (meist inklusive): Kontaktformular, Google Maps, Social-Media-Links, Responsive Design, SEO-Grundlagen.
**Erweiterte Features** (Aufpreis): Online-Terminbuchung, Bildergalerie mit Lightbox, Newsletter-Anmeldung, mehrsprachig, Login-Bereich.
**Komplexe Features** (deutlicher Aufpreis): Online-Shop, Mitglieder-Bereich, Schnittstellen zu externen Systemen, individuelle Berechnungen oder Konfiguratoren.
Überlege vorher genau: Was brauchst du wirklich? Was wäre nice-to-have? Oft kann man mit den Basics starten und später erweitern.
Faktor 4: Content – wer liefert die Inhalte?
Eine Website braucht Inhalte: Texte, Bilder, vielleicht Videos. Woher kommen die?
**Kunde liefert alles**: Die günstigste Variante. Du lieferst fertige Texte und Bilder, wir bauen sie ein.
**Gemeinsame Erarbeitung**: Wir helfen bei der Strukturierung, du schreibst basierend auf unseren Fragen und Leitfäden.
**Text-Erstellung inklusive**: Wir schreiben die Texte für dich. Das kostet extra, aber spart dir Zeit und liefert professionelle Ergebnisse.
**Fotografie/Video**: Professionelle Bilder machen einen riesigen Unterschied. Entweder du hast sie schon, oder sie werden zusätzlich beauftragt.
Realistische Einschätzung: Die meisten Projekte liegen irgendwo dazwischen. Einige Texte sind vorhanden, andere müssen erstellt werden. Einige Bilder gibt es, andere müssen beschafft werden.
Faktor 5: Technik und CMS
Welche Technologie unter der Haube steckt, beeinflusst Preis und langfristige Kosten:
**Statische Website**: Schnell, sicher, günstig im Hosting. Ideal, wenn Inhalte selten geändert werden.
**WordPress**: Der Klassiker. Flexibel, viele Plugins, du kannst vieles selbst ändern. Braucht regelmäßige Updates.
**Moderne Frameworks (React, Next.js, Astro)**: Top-Performance, sehr flexibel, aber braucht Entwickler für Änderungen.
**Baukasten (Wix, Squarespace)**: Günstig in der Erstellung, aber eingeschränkt und langfristig oft teurer.
Die Wahl hängt von deinen Anforderungen ab: Wie oft musst du selbst Inhalte ändern? Wie wichtig ist Performance? Wie technisch versiert bist du?
Faktor 6: SEO – wie sichtbar soll die Website sein?
Eine Website, die niemand findet, bringt nichts. Aber wie viel SEO ist nötig?
**SEO-Grundlagen** (meist inklusive): Saubere Struktur, Meta-Tags, schnelle Ladezeiten, mobile Optimierung.
**Erweiterte SEO** (Aufpreis): Keyword-Recherche, optimierte Texte, strukturierte Daten, Content-Strategie.
**Laufende SEO-Betreuung** (monatlich): Regelmäßige Optimierung, Monitoring, Content-Erstellung.
Für lokale Unternehmen in Bocholt ist besonders Local SEO wichtig – darauf sollte der Fokus liegen.
Mehr dazu: SEO in Bocholt.
Laufende Kosten: Was kommt nach dem Launch?
Die einmaligen Erstellungskosten sind nur ein Teil. Dazu kommen laufende Kosten:
**Hosting und Domain**: 10-30 Euro/Monat, je nach Anbieter und Anforderungen.
**Wartung und Updates**: Bei WordPress und anderen CMS wichtig für Sicherheit. 20-50 Euro/Monat bei Betreuungsvertrag.
**SSL-Zertifikat**: Heute oft inklusive beim Hosting, aber prüfen!
**Änderungen und Erweiterungen**: Kleine Änderungen fallen an, größere Erweiterungen ebenfalls.
Diese laufenden Kosten sollten von Anfang an eingeplant werden. Eine Website, die nicht gepflegt wird, veraltet schnell.
Preisbeispiele aus der Praxis
Hier einige realistische Preisrahmen für typische Projekte in Bocholt:
**Handwerker-Website**: 1.200-2.500 Euro. Leistungen, Referenzen, Kontakt, lokale SEO.
**Restaurant-Website**: 1.500-3.000 Euro. Speisekarte, Reservierung, Bildergalerie, Google Maps.
**Beratungs-Website**: 2.000-4.000 Euro. Leistungen, Team, Referenzen, Blog, Kontaktformular.
**Kleiner Online-Shop**: 3.000-6.000 Euro. Produktpräsentation, Warenkorb, Bezahlung, Versand.
Diese Preise beziehen sich auf professionelle, individuelle Lösungen – nicht auf selbstgebastelte Baukasten-Websites.
Wie du Budget sinnvoll planst
Ein paar Tipps für die Budget-Planung:
**Prioritäten setzen**: Was muss die Website unbedingt können? Was wäre nice-to-have? Fokus auf das Wesentliche, Rest später.
**Puffer einplanen**: Projekte werden manchmal umfangreicher als geplant. 10-20% Puffer sind sinnvoll.
**Langfristig denken**: Eine günstige Lösung, die in zwei Jahren ersetzt werden muss, ist am Ende teurer als eine solide Basis von Anfang an.
**Transparent kommunizieren**: Sag der Agentur, was dein Budget ist. Gute Agenturen arbeiten damit und schlagen passende Lösungen vor.
Für ein individuelles Angebot: Webagentur Bocholt kontaktieren.
Fazit: Qualität hat ihren Preis, aber zahlt sich aus
Eine professionelle Website ist eine Investition, keine Ausgabe. Sie arbeitet für dich – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.
Die wichtigsten Preisfaktoren nochmal zusammengefasst: Umfang, Design, Funktionen, Content, Technik, SEO. Je klarer du deine Anforderungen kennst, desto genauer kann ein Angebot ausfallen.
Für Unternehmen in Bocholt liegt der Sweet Spot oft zwischen 1.500 und 3.500 Euro – professionell, individuell, aber bezahlbar.
Billiger geht immer. Aber die Frage ist: Was kostet es dich, wenn potenzielle Kunden wegen einer schlechten Website zur Konkurrenz gehen?
Sie möchten das Thema auf Ihre Website anwenden? Wir geben Ihnen eine klare Empfehlung und setzen die nächsten Schritte um.
