Warum ein sauberer Ablauf über Erfolg oder Frust entscheidet
Viele Website-Projekte scheitern nicht am Design, sondern am Prozess: unklare Ziele, fehlende Inhalte und zu spätes Feedback sorgen für endlose Schleifen.
Ein guter Ablauf schafft Tempo und Klarheit: Du weißt jederzeit, was als Nächstes passiert, welche Entscheidungen nötig sind und wann du liefern musst (z. B. Texte, Bilder, Freigaben).
Das Ergebnis: weniger Nacharbeit, bessere Qualität und ein Launch, der nicht “irgendwann” passiert, sondern planbar wird.
In diesem Guide zeigen wir dir den typischen Ablauf in der Praxis – so, wie er für die meisten Unternehmen in Deutschland sinnvoll funktioniert.
Phase 1: Ziele, Zielgruppe und Erfolgsmessung festlegen
Bevor irgendjemand an Design denkt, sollte klar sein: Was soll die Website leisten? Mehr Anfragen, Bewerbungen, Terminbuchungen oder Verkäufe?
Definiere 1–2 Hauptziele und maximal 3 Neben-Ziele. Zu viele Ziele machen die Seite unklar und schwächen Conversion.
Kläre die Zielgruppe (wer genau?), die wichtigsten Einwände (warum zögern sie?) und die Kernbotschaft (warum ihr?).
Lege fest, wie Erfolg gemessen wird: z. B. Kontaktanfragen, Klicks auf CTA, Buchungen, Telefonklicks, Newsletter-Anmeldungen.
Diese Basis spart dir später Diskussionen wie “Sieht gut aus, aber bringt’s auch was?”
Phase 2: Briefing – der schnellste Weg zu weniger Korrekturschleifen
Ein gutes Briefing ist kein Roman, sondern eine klare Entscheidungsvorlage: Ziele, Inhalte, Funktionen, Beispiele, No-Gos.
Sammle Referenzen: 3–5 Websites, die dir gefallen (und warum), plus 2–3, die du nicht magst (und warum).
Liste Must-haves (z. B. Karrierebereich, Mehrsprachigkeit, Terminbuchung, Case-Studies) und Nice-to-haves getrennt.
Kläre Rahmenbedingungen: Deadline, Zuständigkeiten, Freigabeprozesse, Budgetrahmen, Hosting/CMS-Vorgaben.
Tipp: Wenn intern viele Leute mitreden, definiere eine Person, die final entscheidet – sonst wird’s “Design by Komitee”.
Phase 3: Konzeption – Struktur, Seitenplan und Nutzerführung
Jetzt wird aus “Wir brauchen eine neue Website” ein planbares System: Sitemap, Inhalte pro Seite und klare Nutzerwege.
Wir definieren die Hauptnavigation so, dass Nutzer in wenigen Klicks finden, was sie suchen (und nicht in einer Menü-Wüste landen).
Wireframes (grobe Skizzen) helfen, die Struktur schnell abzustimmen, bevor Zeit ins visuelle Design fließt.
Dabei werden CTA-Punkte geplant: Wo soll ein Nutzer entscheiden, Kontakt aufzunehmen, ein Angebot anzufordern oder zu buchen?
Wenn SEO wichtig ist: Hier wird festgelegt, welche Seiten welche Suchintention bedienen (z. B. Leistungsseite vs. Ratgeber vs. Case).
Phase 4: Content & Assets – der häufigste Engpass (und wie du ihn entschärfst)
Content ist oft der Grund, warum Projekte sich ziehen: Texte fehlen, Bilder sind unsortiert, Freigaben dauern.
Best Practice: Inhalte parallel zur Designphase vorbereiten – mit klarer Liste, wer was bis wann liefert.
Texte müssen nicht poetisch sein, aber klar: Problem → Lösung → Nutzen → Beweise → nächster Schritt.
Bilder: Lieber wenige, hochwertige Motive als 30 Stockfotos ohne Aussage. Wenn Stock, dann konsistente Bildsprache.
Rechtliches nicht vergessen: Impressum, Datenschutz, Cookie-Einstellungen und ggf. Haftungshinweise.
Phase 5: Design – aus Struktur wird Marke (und Conversion)
Im Design wird entschieden, ob die Website “nett aussieht” oder Vertrauen aufbaut und Nutzer wirklich führt.
Ein modernes Designsystem nutzt wiederkehrende Komponenten (Buttons, Cards, Abstände, Typografie) – dadurch wirkt alles konsistent und ist später leichter erweiterbar.
Gutes Webdesign beantwortet Fragen, bevor sie gestellt werden: Was bekomme ich? Für wen ist das? Warum ihr? Wie starte ich?
Feedback läuft am besten in klaren Runden: 1) Richtung/Look & Feel, 2) Detailkorrekturen, 3) finale Freigabe.
Tipp: Feedback sollte konkret sein (“Headline wirkt zu allgemein”) statt vage (“Irgendwas fehlt”).
Phase 6: Entwicklung – Technik, CMS, SEO-Basics und Performance
In der Umsetzung geht es nicht nur ums “Zusammenklicken”, sondern um saubere Technik: responsive Layouts, schnelle Ladezeiten, stabile Komponenten.
Wenn ein CMS genutzt wird, wird die Pflege so gebaut, dass du später nicht für jede Änderung eine Agentur brauchst (ohne dass alles unkontrollierbar wird).
SEO-Basics gehören hier rein: saubere Überschriftenstruktur, Meta-Daten, interne Verlinkung, Bild-Alt-Texte, Sitemap/Robots und Indexierungs-Checks.
Performance ist kein letzter Feinschliff, sondern Teil der Umsetzung: Bildformate, Caching, minimierte Skripte und kontrollierte Third-Party-Tools.
Tracking wird vorbereitet: Ereignisse/Conversions definieren, saubere Datenlayer-Struktur (wenn nötig), und ein Debug-Plan.
Phase 7: Testing & Qualitätssicherung – bevor Google und Kunden testen
Vor dem Launch wird getestet, was später teuer ist, wenn es live auffällt: Formulare, Tracking, mobile Darstellung, Browser-Kompatibilität, Weiterleitungen.
Typische QA-Punkte: Links/Buttons, Formulare (inkl. Spam-Schutz), 404-Seiten, Ladezeiten, Cookie-Logik, Meta-Daten und Indexierbarkeit.
Optional, aber sinnvoll: Barrierefreiheits-Basics prüfen (Kontraste, Fokuszustände, Tastaturbedienbarkeit, Labels).
Für Relaunches: Redirect-Plan und Content-Mapping testen – damit Rankings nicht einfach verschwinden.
Ergebnis ist ein “Go-Live-Checklist”-Dokument, damit Launch kein Bauchgefühl ist.
Phase 8: Launch – kontrolliert live gehen statt “einfach umstellen”
Ein professioneller Launch läuft in Schritten: Backup, Deployment, Domain/DNS-Check, SSL, Caching, Indexierung, Tracking-Kontrolle.
Wichtig: Nach dem Launch braucht es Monitoring – die ersten 48–72 Stunden zeigen schnell, ob irgendwo Fehler auftreten (Formular, Tracking, Performance).
Google-Tools (z. B. Search Console) sollten geprüft werden: Index-Status, Sitemap, eventuelle Fehlermeldungen.
Auch Nutzerfeedback ist Gold: Häufig zeigen echte Besucher schnell, welche Fragen nicht beantwortet wurden oder wo die CTA-Führung hakt.
Der Launch ist nicht das Ende – sondern der Start einer messbaren Optimierung.
Phase 9: Nach dem Launch – Wartung, Weiterentwicklung und Conversion-Optimierung
Damit die Website stabil bleibt, brauchst du Wartung: Updates, Backups, Security, Uptime-Monitoring und schnelle Bugfixes.
Weiterentwicklung sollte datenbasiert sein: Welche Seiten bringen Anfragen? Wo brechen Nutzer ab? Welche CTAs performen?
Oft reichen kleine Änderungen für große Wirkung: bessere Headlines, klarere Proof-Elemente (Cases, Zahlen), kürzere Formulare, bessere FAQ-Blöcke.
Wenn SEO ein Kanal ist: Content-Plan aufsetzen, interne Verlinkung ausbauen, regelmäßig aktualisieren.
So wird die Website zu einem System, das langfristig Leads liefert – nicht zu einem hübschen PDF im Browser.
Projekt-Checkliste: Was du vorbereiten solltest (damit es schnell geht)
Ziele & KPIs: Was soll passieren, wenn jemand auf der Website ist?
Zielgruppe & Angebote: Für wen genau? Welche Leistungen? Welche Einwände gibt es?
Inhalte: vorhandene Texte, PDFs, Broschüren, alte Website-Inhalte, FAQs, Cases/Referenzen.
Assets: Logo (Vektor), Brand-Farben, Schriften (falls vorhanden), Bildmaterial, Teamfotos.
Funktionen: Formulare, Buchung, Bewerbungen, Newsletter, Schnittstellen, Mehrsprachigkeit.
Zugänge: Domain/Hosting, Analytics/GTM, Search Console (falls vorhanden).
Freigabeprozess: Wer entscheidet final? Wer gibt Content frei? Bis wann?
Du planst eine neue Website oder einen Relaunch? Wir geben dir einen klaren Projektplan, priorisieren die wichtigsten Schritte und sorgen für einen sauberen Launch ohne Stress.
