Warum “Was kostet eine Website?” keine einfache Ein-Zahl-Antwort hat
Eine Website ist kein Produkt von der Stange, sondern ein Projekt: Ziele, Inhalte, Funktionen, Qualität und Zeitaufwand bestimmen den Preis.
Der größte Preishebel ist fast immer der Umfang: Eine schlanke Website mit wenigen Seiten und klarer Conversion-Story ist etwas völlig anderes als ein komplexer Relaunch mit vielen Inhalten, Schnittstellen und Mehrsprachigkeit.
Dazu kommt: “Website” bedeutet je nach Anbieter ganz Unterschiedliches – von einem Template mit Standardtexten bis zu einem durchdachten System aus Design, Technik, SEO, Performance und Tracking.
In diesem Artikel bekommst du eine realistische Orientierung für 2026 in Deutschland: Welche Faktoren treiben Kosten, welche Budgets sind üblich – und wie du Angebote vergleichbar machst.
Die wichtigsten Website-Pakete und ihre Preis-Spannen
Damit du dich schnell einordnen kannst, findest du hier die Pakete aus unserer Pricing Section (Stand 2026, Deutschland, professionelle Umsetzung).
1) Landingpage: 600-1.200 EUR einmalig oder ab 49 EUR/Monat (12 Monate). Typisch: 1 Seite, Kontaktformular, automatische E-Mails, mobiloptimiert.
2) Starter: 1.200-2.000 EUR einmalig oder ab 89 EUR/Monat (18 Monate). Typisch: bis zu 3 Seiten, Basis-SEO, DSGVO-konform.
3) Standard: 3.000-5.000 EUR einmalig oder ab 150 EUR/Monat (24 Monate). Typisch: individuelles Design, mehrere Seiten, technische Optimierung.
4) Corporate: 5.000-10.000 EUR einmalig oder ab 250 EUR/Monat (24 Monate). Typisch: mehr Inhalte, Schnittstellen moeglich, Prioritaet Support.
5) Enterprise: 10.000-30.000 EUR einmalig oder ab 500 EUR/Monat (24 Monate). Typisch: High-End Design & Entwicklung, Integrationen, Strategie.
6) Ultra Platinum: 40.000-150.000 EUR einmalig oder ab 1.500 EUR/Monat (24 Monate). Typisch: All-in-One KI-System, Automationen, VIP-Support.
Wichtig: Diese Spannen sind Orientierung - die echte Zahl entsteht aus deinen Anforderungen. Genau deshalb lohnt sich eine gute Briefing-Phase.
Kostenfaktor #1: Umfang (Seiten, Inhalte, Sprachen) – und warum das immer der Haupttreiber ist
Jede Seite braucht mehr als “nur Design”: Struktur, Inhalte, UX-Logik, interne Verlinkung, mobile Darstellung, SEO-Metadaten und Qualitätssicherung.
Viele unterschätzen Content: Wer Texte, Bilder, Leistungsbeschreibungen und FAQs nicht vorbereitet, zahlt später entweder mit Zeit (Projekt verzögert sich) oder Geld (Content-Erstellung durch die Agentur).
Mehrsprachigkeit wirkt harmlos, ist aber oft ein Multiplier: zusätzliche Seiten, Übersetzungen, Sprachumschalter, hreflang-Logik und SEO pro Sprache.
Praktische Faustregel: Wenn sich deine Seitenanzahl verdoppelt, verdoppelt sich der Aufwand nicht exakt – aber er steigt deutlich, weil Abstimmung und QA komplexer werden.
Kostenfaktor #2: Design-Anspruch (Template vs. individuelles Designsystem)
Ein Template-Ansatz kann sinnvoll sein, wenn du schnell live gehen willst und dein Fokus auf Klarheit statt “wow”-Branding liegt.
Individuelles Design wird teurer, weil mehr Konzeption drinsteckt: visuelle Hierarchie, Komponenten, Zustände (Hover/Active), Abstände, Typografie, Bildsprache, Microcopy und wiederverwendbare Bausteine.
Richtig wirtschaftlich wird individuelles Design, wenn du langfristig skalieren willst: Ein sauberes Designsystem reduziert spätere Anpassungskosten und sorgt für konsistente Qualität.
Achte bei Angeboten darauf, ob “Design” wirklich Design bedeutet – oder nur ein Theme mit Farben und Logo.
Kostenfaktor #3: Funktionen & Integrationen (Formulare, CRM, Buchung, Shop, Schnittstellen)
Sobald deine Website mehr als “Info + Kontakt” ist, kommen Funktionskosten ins Spiel.
Typische Funktions-Bausteine: Terminbuchung, Bewerbungsformulare, Kalkulatoren, Mitgliederbereiche, Newsletter-Anbindung, CRM-Integration, Chat, Mehrstufige Formulare, Anbindung an Drittsysteme.
Integrationen sind oft der unterschätzte Teil: Je nach Tool braucht es API-Logik, Webhooks, Datenschemata, Tests und saubere Fehlerbehandlung.
Wenn du Funktionen planst, formuliere sie als Ziele: “Wir wollen qualifizierte Anfragen mit weniger Rückfragen” ist hilfreicher als “Wir brauchen ein Formular”.
Kostenfaktor #4: SEO & Sichtbarkeit – Basis vs. strategische SEO-Architektur
“Basis-SEO” umfasst meist saubere Technik, Meta-Titles/Descriptions, Indexierung, Sitemap, schnelle Ladezeiten und grundlegende OnPage-Struktur.
Strategische SEO geht weiter: Keyword-/Intent-Struktur, Content-Cluster, interne Verlinkungslogik, Landingpages pro Leistung, FAQ-Strukturen, Snippet-Optimierung und Redaktionsplanung.
Bei Relaunches ist SEO-Migration entscheidend: Redirects, Content-Mapping, Canonicals, Index-Checks. Das ist kein “nice to have”, sondern Ranking-Versicherung.
Wenn SEO für dich Umsatz bedeutet, gehört es in die Projektplanung – nicht als “machen wir später”.
Kostenfaktor #5: Performance, Core Web Vitals & Technikqualität (die unsichtbaren Geldfresser)
Eine schnelle Website ist nicht nur “nice”: Sie verbessert User Experience, Conversion und oft auch organische Performance.
Performance kostet in der Umsetzung etwas mehr, spart aber langfristig Geld – weil weniger Bugs, weniger Nacharbeiten und bessere Nutzerführung entstehen.
Typische Performance-Killer sind zu schwere Bilder, unnötige Skripte von Drittanbietern, schlecht gebaute Themes und fehlende Caching-Strategien.
Achte darauf, ob Performance explizit im Angebot steht: Bildoptimierung, Caching, saubere Frontend-Struktur und ein klarer Umgang mit Third-Party-Tools.
Laufende Kosten: Was nach dem Launch wirklich anfällt (Hosting, Wartung, Lizenzen, Content)
Neben dem Projektbudget gibt es laufende Kosten – und die solltest du von Anfang an realistisch einplanen.
Typische Posten: Hosting (abhängig von Traffic & System), Domain/E-Mail, Wartung/Updates, Backups, Security-Monitoring, Lizenzkosten (Plugins/Builder), Tracking/Analytics-Tools.
Wenn du regelmäßig Inhalte veröffentlichst (Blog, Cases, Landingpages), kommen Redaktion/Design/SEO-Pflege dazu – entweder intern oder als Agenturleistung.
Gute Wartungspakete sind kein Luxus: Sie verhindern Ausfälle, Sicherheitslücken und “plötzlich ist alles kaputt”-Momente.
Warum Billig-Angebote oft teuer werden: 7 typische Kostenfallen
Kostenfalle 1: Kein klares Briefing – dadurch viele Korrekturschleifen und “Scope Creep”.
Kostenfalle 2: Unsaubere Technik – später teure Nacharbeiten, weil Anpassungen ständig brechen.
Kostenfalle 3: Keine SEO-Migration beim Relaunch – Rankings weg, Leads weg, dann Notfallmaßnahmen.
Kostenfalle 4: Tracking nicht sauber eingerichtet – du misst die falschen Dinge und optimierst ins Leere.
Kostenfalle 5: Content unterschätzt – ohne Texte/Assets wird die Website entweder leer oder verzögert sich.
Kostenfalle 6: Theme/Plugin-Wildwuchs – günstig gestartet, teuer im Betrieb.
Kostenfalle 7: Kein Wartungskonzept – Sicherheitsprobleme und Ausfälle sind dann nur eine Frage der Zeit.
So vergleichst du Angebote fair: Die Angebots-Checkliste (damit du Äpfel mit Äpfeln vergleichst)
Frage 1: Was ist exakt im Umfang enthalten (Seitenanzahl, Templates, Komponenten, Revisionen)?
Frage 2: Wer liefert Inhalte (Texte, Bilder, Struktur) – und in welcher Qualität?
Frage 3: Welche Ziele werden abgedeckt (Leads, Bewerbungen, Buchungen, Verkäufe) – und wie wird das umgesetzt?
Frage 4: Ist SEO (inkl. Migration bei Relaunch) explizit enthalten oder nur “Basics”?
Frage 5: Ist Performance ein messbarer Bestandteil oder eine Hoffnung?
Frage 6: Welche Systeme/Tools werden genutzt (CMS, Builder, Hosting, Tracking) – und welche Folgekosten entstehen?
Frage 7: Wie sieht Support nach Launch aus (Bugfix-Zeitraum, Wartung, Weiterentwicklung)?
Wenn du diese Punkte im Angebot wiederfindest, ist die Chance hoch, dass du ein professionelles Projektangebot vor dir hast – und kein Glücksspiel.
Budget-Empfehlung: Wie du dein realistisches Website-Budget in 15 Minuten grob bestimmst
Schritt 1: Definiere dein Primärziel (z. B. mehr Anfragen, Bewerbungen, Terminbuchungen, Umsatz).
Schritt 2: Liste die Must-haves (Seiten, Funktionen, Inhalte, Sprachen).
Schritt 3: Entscheide den Qualitätsanspruch (Template/Standard vs. individuelles System).
Schritt 4: Lege fest, ob SEO ein Wachstumskanal sein soll (ja/nein).
Schritt 5: Plane laufende Kosten mit ein (Wartung, Hosting, Tools).
Danach kannst du dich meist sehr gut in eine der Budget-Spannen einordnen: Starter, Business oder Premium/Relaunch.
Fazit: Die beste Website ist nicht die billigste – sondern die wirtschaftlichste
Eine Website soll nicht nur “schön” sein, sondern funktionieren: Sichtbarkeit, Vertrauen, klare Nutzerführung und messbare Ergebnisse.
Wenn du am Anfang sauber planst, sparst du am Ende Geld: weniger Schleifen, weniger Notfälle, bessere Conversion und besseres SEO-Fundament.
Wenn du willst, schauen wir uns deine Anforderungen gemeinsam an und geben dir eine belastbare Kosteneinschätzung – ohne Sales-Gelaber, sondern als klare Entscheidungsgrundlage.
Du willst wissen, welches Budget für deine Website realistisch ist? Wir prüfen deine Ziele, deinen Umfang und geben dir eine ehrliche Kosten-Einschätzung inkl. nächster Schritte.
