Warum B2B-Landingpages so oft “nett” sind – aber keine Leads liefern
Im B2B entscheidet selten ein Impulskauf. Interessenten prüfen: Kompetenz, Risiko, Vertrauen, Ablauf und “passt das zu uns?”
Viele Landingpages verlieren genau dort: zu allgemein, zu wenig Proof, zu viel Text ohne Struktur oder ein Formular, das wie ein Verhör wirkt.
Eine gute B2B-Landingpage macht das Gegenteil: Sie führt klar zur Entscheidung, reduziert Unsicherheit und macht den nächsten Schritt leicht.
In diesem Blueprint bekommst du ein erprobtes Layout + Copy-Logik, die für Dienstleister in Deutschland zuverlässig funktioniert.
Ziel zuerst: Was ist ein “guter Lead” für dich?
Bevor du optimierst, definiere: Was zählt als qualifizierte Anfrage? (z. B. Budget, Unternehmensgröße, Projektstart, Entscheidungskompetenz).
Ohne Lead-Definition optimierst du auf “mehr Anfragen”, aber bekommst “mehr Chaos”.
Lege 3–5 Qualifikationsmerkmale fest, die du über Copy und Formular abfragst – ohne die Conversion kaputt zu machen.
Merksatz: Nicht maximal viele Leads – maximal passende Leads.
Der Above-the-Fold-Block: In 5 Sekunden muss klar sein, warum du
Above-the-fold ist kein Deko-Bereich. Hier entscheidet sich, ob jemand weiterliest oder zurück zu Google geht.
Formel, die B2B fast immer trägt: “Wir helfen [Zielgruppe] dabei, [Ergebnis] zu erreichen – ohne [Hauptproblem].”
Dazu gehören: klare Headline, 1 Satz Nutzenversprechen, 3 Benefit-Bullets und ein CTA, der nach “nächster Schritt” klingt (nicht nach “Kaufen”).
Tipp: Der CTA darf weich sein (z. B. “Kostenlosen Website-Check anfragen”), aber das Angebot dahinter muss konkret sein.
Das Angebot: Produktisiere deine Leistung (damit es greifbar wird)
B2B-Leute kaufen keine “Webagentur”, sie kaufen ein Ergebnis mit planbarem Ablauf.
Mach dein Angebot greifbar: Paket/Leistungsrahmen, typische Deliverables, Zeitrahmen, was inklusive ist – und was nicht.
Nenne Beispiele: “Lead-Funnel Landingpage + Tracking + 1 Conversion-Iteration” ist verständlicher als “Performance-Marketing-Optimierung”.
Wichtig: Ein klares Angebot reduziert Rückfragen und erhöht die Quote qualifizierter Anfragen.
Proof schlägt Behauptung: Die 6 Trust-Elemente, die B2B wirklich überzeugen
1) Case Studies mit Kontext: Ausgangslage → Vorgehen → Ergebnis (gern mit Zahlen, aber ehrlich).
2) Referenzen/Logos (nur echte) und kurze Statements (1–2 Sätze, kein Roman).
3) Prozessdarstellung: Wie arbeitet ihr? Welche Schritte? Wie lang dauert’s?
4) Expertise-Signale: Spezialisierung, Tech-Stack (z. B. Next.js/Astro), Qualitätsfokus (Performance, SEO, Tracking).
5) Risiko-Reduktion: klare Kommunikation, feste Meilensteine, transparente Abnahme.
6) Team/Ansprechperson: Wer ist dran? (Menschen erhöhen Vertrauen – besonders im B2B).
Einwände vorwegnehmen: Der “Warum jetzt / Warum wir / Warum so”-Block
B2B-Interessenten denken oft: “Können wir das intern?”, “Ist das zu teuer?”, “Wie viel Aufwand haben wir?”, “Was ist, wenn es nicht klappt?”
Beantworte Einwände aktiv mit kurzen, klaren Abschnitten: Aufwand, Zeitplan, Verantwortlichkeiten, Kostenlogik, Risiken.
Sehr wirksam: “Was du liefern musst” vs. “Was wir übernehmen” – das nimmt Unsicherheit raus.
Optional: Mini-FAQ direkt vor dem CTA (z. B. Budgetrahmen, Startzeit, Laufzeit, Tools).
CTA-Logik: Mehrere CTAs sind okay – wenn sie denselben nächsten Schritt bedeuten
Viele Seiten machen den Fehler: 5 CTAs mit 5 verschiedenen Zielen (Call, PDF, Newsletter, Demo, Kontakt). Das verwässert.
Besser: ein primäres Ziel (Anfrage) und 1 sekundäre Option (z. B. “Kostenloser Audit” als Einstieg).
CTAs sollten konkret sein: “Website-Check anfragen” klingt nach Nutzen, “Kontakt” klingt nach Arbeit.
Platziere CTAs dort, wo die Entscheidung reift: nach Benefits, nach Proof, nach Einwänden.
Das Formular: Die schnellste Art, Leads zu verlieren (oder zu qualifizieren)
Formulare killen Conversions, wenn sie zu lang, zu unklar oder zu “verkaufsmäßig” sind.
Best Practice B2B: 5–7 Felder (Name, Firma, E-Mail, Ziel, grober Umfang/Budget-Spanne, Timing) + optional Freitext.
Nutze intelligente Qualifizierung: Dropdowns statt Freitext (schneller) und ein Feld, das “Ernsthaftigkeit” zeigt (z. B. Projektstart).
Nach dem Absenden: klare Next Steps (“Wir melden uns innerhalb von X”, “Welche Infos wir brauchen”, “Kalenderlink optional”).
Tracking für B2B: Was du messen solltest (auch ohne “Shop”-Events)
B2B misst nicht nur “Submit”. Messe Micro-Conversions: CTA-Klicks, Scroll-Tiefe, “Telefon/E-Mail”-Klicks, Kalender-Öffnungen.
Segmentiere nach Traffic-Quelle: Organisch vs. Ads vs. Referral – unterschiedliche Erwartungen, unterschiedliche Conversion-Raten.
Qualität messen: Welche Leads werden zu Gesprächen? Welche zu Angeboten? Welche zu Kunden?
Pro-Tipp: Nicht nur “mehr Leads” optimieren, sondern “mehr Sales-taugliche Leads”.
Checkliste: B2B-Landingpage in 10 Punkten (Copy + UX + Trust)
Headline sagt klar: Zielgruppe + Ergebnis + Differenzierung.
3 Benefit-Bullets, die echte Probleme lösen (nicht Floskeln).
Ein primäres Angebot, greifbar beschrieben.
Proof: 1–2 Cases + 2–6 Logos/Statements (echt).
Prozess in 3–6 Schritten mit Zeitrahmen.
Einwände beantwortet (Aufwand, Zeit, Kostenlogik).
CTA ist konkret (“Audit anfragen”, “Check erhalten”).
Formular kurz + qualifizierend.
FAQ vor dem finalen CTA.
Tracking für Submit + Micro-Conversions aktiv.
Fazit: Die beste B2B-Landingpage verkauft nicht – sie macht die Entscheidung leicht
Wenn deine Landingpage klar positioniert ist, Proof liefert und einen sauberen Anfrage-Flow hat, steigen Anfragen oft ohne mehr Traffic.
Gerade im B2B ist Vertrauen die Währung: Prozess, Cases und Klarheit schlagen “kreative Texte”.
Wenn du willst, prüfen wir deine wichtigste Seite und zeigen dir konkret, welche 5 Änderungen am schnellsten mehr qualifizierte Leads bringen.
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