Warum Social Media fuer Gastronomie oft viel Aufwand bringt, aber wenig Umsatz
Viele Gastro-Betriebe posten regelmaessig, sehen aber kaum Reservierungen oder Bestellungen daraus. Das Problem ist selten "zu wenig posten", sondern fehlende Strategie.
Social Media in der Gastronomie muss drei Dinge leisten: Aufmerksamkeit erzeugen, Vertrauen aufbauen und einen klaren naechsten Schritt anbieten (reservieren, bestellen, anrufen, besuchen).
Wenn Posts nur Reichweite sammeln, aber nicht mit Website, Google-Profil und Angeboten verzahnt sind, bleibt der wirtschaftliche Effekt klein.
Die gute Nachricht: Schon mit einem einfachen, wiederholbaren Content-System kann Social Media fuer Restaurants sehr gut funktionieren.
Ziele fuer Social Media Gastronomie: Nicht nur Reichweite messen
Lege zuerst fest, was Social Media fuer deinen Betrieb erreichen soll: mehr Tischreservierungen, mehr Lieferservice-Bestellungen, mehr Mittagsgaeste, Event-Auslastung oder Sichtbarkeit fuer neue Zielgruppen.
Typische Messwerte sind sinnvoll, aber nur als Zwischenstufe: Reichweite, Profilaufrufe, Linkklicks und Saves zeigen Richtung - Umsatz kommt erst durch Conversion.
Wichtige Business-KPIs fuer Gastronomie Social Media sind z. B. Reservierungsanfragen, WhatsApp-/Telefonkontakte, Website-Klicks, Bestellungen und Event-Anmeldungen.
Pragmatischer Ansatz: Ein Hauptziel pro Quartal definieren. Das schafft Fokus und macht Inhalte konsistenter.
Welche Plattformen sind fuer Restaurants sinnvoll (und welche oft nur Zeit kosten)
Instagram ist fuer die meisten Restaurants, Cafes und Bars weiterhin der Kernkanal: Bildsprache, Stories, Reels und lokale Sichtbarkeit funktionieren gut.
TikTok kann stark sein, wenn du bereit bist, authentischen Video-Content zu produzieren. Ohne Kontinuitaet wird der Kanal aber schnell zur Baustelle.
Facebook kann bei bestimmten Zielgruppen und Events weiterhin sinnvoll sein, ist aber selten der Haupttreiber fuer juengere Zielgruppen.
Google Business Profil gehoert strategisch dazu, auch wenn es kein klassischer Social-Kanal ist: Viele Nutzer suchen zuerst bei Google und entscheiden dort anhand von Fotos, Bewertungen und aktuellen Infos.
Besser ein Kanal sauber als drei Kanaele halb gepflegt.
Content-Saeulen: Was Gastronomie auf Social Media posten sollte
Saeule 1: Produkt/Appetit. Zeige Gerichte, Drinks, Specials, saisonale Highlights - aber mit Kontext (was ist neu, warum lohnt es sich jetzt?).
Saeule 2: Atmosphaere. Innenraum, Terrasse, Team, Stimmung, Events, Musik - damit Gaeste das Erlebnis verstehen, nicht nur die Speisekarte.
Saeule 3: Vertrauen. Bewertungen, Behind the Scenes, Hygiene/Qualitaet, Lieferqualitaet, Herkunft von Zutaten, Teamgesichter.
Saeule 4: Angebot/Conversion. Reservierungshinweise, Wochenmenues, Happy Hour, Eventtermine, Lieferservice-Aktionen mit klarer Handlungsaufforderung.
Saeule 5: Lokalbezug. Stadtteil, Nachbarschaft, Kooperationen, lokale Events - das staerkt Relevanz und Wiedererkennung.
Social Media Plan fuer Gastronomie: Ein realistischer Wochenrhythmus
Viele Betriebe scheitern an unrealistischen Plaenen. Starte mit einem Rhythmus, den dein Team wirklich durchhalten kann.
Beispiel fuer einen praktikablen Wochenplan: 2 Feed-Posts/Reels, 3-5 Story-Slots, 1 Angebots-Post, taegliche kurze Story-Updates an starken Tagen.
Plane in Formaten statt nur in Themen: z. B. "Mittagsgericht", "Wochenend-Highlight", "Behind the Scenes", "Gastreaktion", "Event-Hinweis".
Ein einfacher Monatsplan mit wiederkehrenden Formaten ist deutlich wirksamer als spontane Einzelposts ohne Linie.
Von Social Media zur Reservierung: So wird Reichweite zu Umsatz
Jeder gute Post braucht einen klaren naechsten Schritt. Fuer Restaurants ist das oft Reservierung, Anruf, WhatsApp oder Online-Bestellung.
Achte darauf, dass der Link in Bio wirklich auf eine passende Zielseite fuehrt: Reservierung, Speisekarte, Eventseite oder Bestellung - nicht nur pauschal auf die Startseite.
Wenn deine Website langsam ist oder mobil schlecht funktioniert, verpufft Social Media Traffic sehr schnell. Social Media und Webdesign gehoeren deshalb zusammen.
Nutze wiederkehrende CTA-Formulierungen, damit Nutzer wissen, was sie tun sollen (z. B. "Jetzt Tisch reservieren", "Heute bis 22 Uhr bestellen", "Eventplaetze sichern").
Lieferservice und Aktionen bewerben: Was bei Gastro-Posts wirklich funktioniert
Bei Aktionen zaehlt Klarheit: Was gibt es, fuer wen, bis wann, zu welchen Zeiten und wie bestellt/reserviert man?
Besser als reine Rabatt-Posts sind kontextstarke Angebote: Mittagsmenue fuer Berufstaetige, Family-Angebot am Sonntag, Eventmenu, saisonale Specials.
Wenn du einen Lieferservice bewirbst, sollte die Bestellstrecke maximal einfach sein. Jede Zusatzhuerde kostet Bestellungen.
Wiederhole wichtige Angebote mehrfach in unterschiedlichen Formaten (Feed, Story, Reel, Pin/Post-Repost) - einmal posten reicht selten.
Community, Bewertungen und lokale Sichtbarkeit zusammendenken
Social Media kann Bewertungen indirekt steigern, wenn du zufriedene Gaeste aktiv zur Rueckmeldung motivierst und gute Erfahrungen sichtbar machst.
Reagiere auf Kommentare und Nachrichten zeitnah. In der Gastronomie ist Response-Speed Teil des Service-Eindrucks.
Lokale Kooperationen (Events, Vereine, Nachbarbetriebe) erzeugen oft bessere Reichweite als rein generische Trend-Posts.
Pflege parallel dein Google Business Profil mit aktuellen Bildern, Oeffnungszeiten und Angeboten - viele Nutzer springen von Social sofort zu Google.
Die 8 haeufigsten Fehler bei Social Media fuer Restaurants und Cafes
Fehler 1: Nur posten, wenn Zeit ist - ohne Plan und ohne wiederkehrende Formate.
Fehler 2: Keine klare Conversion-Strecke (Link, Reservierung, Bestellung, Kontakt).
Fehler 3: Schlechte mobile Website trotz aktiver Social-Kampagnen.
Fehler 4: Zu viele Kanaele gleichzeitig ohne Kapazitaet.
Fehler 5: Nur Produktfotos, aber keine Atmosphaere, kein Team, kein Vertrauen.
Fehler 6: Aktionen posten ohne Bedingungen/Zeitraum/CTA.
Fehler 7: Kommentare und Nachrichten zu spaet beantworten.
Fehler 8: Erfolg nur nach Likes bewerten statt nach Reservierungen und Bestellungen.
Fazit: Social Media Gastronomie funktioniert, wenn Website und Angebote mitziehen
Social Media Marketing fuer Gastronomie ist kein Selbstzweck. Es funktioniert dann, wenn Inhalte, lokale Sichtbarkeit und Conversion-Strecken zusammenpassen.
Mit einem einfachen Plan, starken wiederkehrenden Formaten und einer guten mobilen Website kannst du aus Posts messbare Reservierungen und Bestellungen machen.
Wenn du willst, entwickeln wir fuer deinen Betrieb einen umsetzbaren Social-Media-Fahrplan inklusive Website-Optimierung, Angebotsseiten und lokaler Sichtbarkeit.
Du willst Social Media fuer dein Restaurant nutzen, ohne nur "schicke Posts" zu produzieren? Wir verbinden Content, Website, Reservierungen und lokale Sichtbarkeit zu einem planbaren System.
